Rund um den Globus gibt es das immer gleiche schöne Bild vom Meer und gleichzeitig leben rund um den Erdball Menschen am und vom Meer.
Von diesen Meeresbildern und von den Menschen und deren Geschichten soll der Film »Der Tag am Meer« handeln – gefilmt an ein und demselben Tag, am 8. Juni 2011, dem Welttag des Meeres.
Er beginnt mit dem ersten Sonnenaufgang dieses Tages, irgendwo in der Südsee. Er setzt sich Zeitzone für Zeitzone, Kontinent für Kontinent, Episode für Episode fort bis er mit dem letzten wahrgenommenen Sonnenuntergang im äußersten Westen endet. Wie aufeinander folgende Wellen wird Geschichte auf Geschichte, jeweils etwa 10 Minuten lang, gezeigt.
UMSETZUNG Ausgehend von dieser Filmidee habe ich die visuelle Kommunikation für den Film(wettbewerb) ganz rauh und möglichst unklischeehaft in eine Bildsprache übersetzt. Alle Medien funktionieren als Serien: die Folgebilder im Anschnitt setzen sich auf dem nächsten Plakat, dem nächsten Briefbogen, oder der Webseite fort. Alle Textzeilen sind mit der nächsten verknüpft, nichts soll lose sein, alles hat ein Vorher und Nachher – eine Ursache und deren Wirkung.
Um der Bildermacht des Filmes nicht zu viel vorwegzunehmen, habe ich eine analoge Form gefunden, um meine Fotos von Frachtern, Inseln und Strandszenen zu verfremden und so deren Bildinhalte zu verknappen. Das Bild im Kopf dieser Seite zeigt z. B. die Luftaufnahme einer Insel. Die Bilder wurden durch das Bewegen des Papieres beim Scannen verzerrt.